Freitag, 21. Dezember 2012

Gute Taten

Die Kinder hatten den Auftrag, in der Adventszeit viele gute Taten zu vollbringen, diese zu notieren und in eine GOLDENE Büchse zu werfen. Vor den Ferien (also heute) haben wir die Büchse mit den guten Taten geleert. Folgendes ist dabei rausgekommen:

- Hansli: "Ich habe bei meiner Mutter geholfen beim Hauhalt." (Was auch immer das genau ist....)

- Babettli: "Ich und meine Mutter waren aleine zuhause und ich habe gesagt ich helfe dir beim kochen." (Hast dus nur gesagt oder auch gemacht?)

- Köbi: "Am 6. Dez. hat ein Junge geweint auf dem Pausenplatz ich habe Frau Gangié geholt." (Wie gnädig!)

- Hanni: "Ich habe meinen ELtern einen romantischer Abend gemacht und für sie gekocht." (Herzig - sicher, aber romantisch....?)

- Frida: "Ich habe meiner Schwester geholfen als sie erbrechen musste." (Ähmmm... WOBEI hast du ihr genau geholfen?)

In dem Sinne: Frohe Apokalypse allerseits!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Die Moldau

Wir haben - noch vor den Weihnachtsliedern - uns im Musik ein bisschen mit Smetanas Moldau beschäftigt.

Neulich gabs zum Abschluss des Themas ein kleines Quiz. Dabei mussten die Kinder folgende Frage beantworten:

- Was gefällt dir am Stück "Die Moldau" besonders gut und warum? Schreibe auf die Rückseite.


Hier eine Auswahl auserlesener Antworten:

Hanni kann Gegensätze schon wunderbar ausdrücken: "Es war gut das wir gezeichnet haben aber sonst war es schön!"


Nanni ist wiedermal ehrlich: "Ich finde das Lied sehr schön und es beschreibt die Moldau gut. Are klassische Musik ist nicht so mein Fall."


Hansli meint, minimalistisch wie e und je: "Es ist ein schöhnes Buch."


Fritzli hingegen schreibt ausführlich: "Ich finde es war lustig und die Musik wahre schön und die Musik war manchmal traurig. Ich fans es lustig eine Zeichnung zu machen und ich fand es lustig ein Lied zu singen über die Moldau ich fand eigentlich alles gut."


Zum Schluss bringts Schaagi auf den Punkt: "Der Komponist ist gut weil er das Lied gut komponiert hat."


Jawoll, nämlich. Noch Fragen?

Freitag, 16. November 2012

Selbstbeurteilungen zum Ersten

Alle Jahre wieder... die Selbstbeurteilungen. Pünktlich, im November, wenn die ersten Elterngesprächstermine vor der Tür stehen, füllen die Kinder (mehr oder weniger beherzt) ihre Selbstbeurteilungen aus. Das sieht dann so aus:

Hansli: "Ich verhalte mich net zu meinen Mitschülerinnen und Mitschülern wen zu Bichbil einer von Farad Feld dann gehe ich sofort zuim hin. Denn ich finde helfen macht ein gutes Gefühl am herz."

(Hach!)

Fritzli: "Meine Lieblingsfächer sind Mht schon als kleiner junge als ich 4 ar wollte ich mit einer 1 000 000 rechen und ich habe mein ziel erreicht!"

(Alle 4.-Klässler rechnen mit einer Million, aber trotzdem schön!)

Köbi: "Im deutsch habe ich noch mühe weil ich finde nicht so gute Sätze Beispiel: Die Flasche ist umgeflutst." (In der Tat kein wunderbarer Satz.)

Fredi: "Doitsch bereitet mir Mühe weis auch nicht warum. Aber im sport dort stekt mein blud!!". (Jööö!).

Freitag, 2. November 2012

Busy children

Letzten Freitag hatten die Kinder keine Schule, da die Lehrpersonen sich im Rahmen von SCHILF (das da heisst: SCHulInterneLehrerFortbildung) weiterbilden durften.

Trotzdem gab ich den Kindern von Donnerstag auf Freitag Hausaufgaben (denn - wenn man schon frei hat, so dacht' ich mir, könne man wenigstens ein bitzli büglen...).

Aber Köbi kam ins Zeug. Seine Augen füllten sich mit Tränen.

Ich: "Köbi, was isch los?"

Er: "I ha ds Wuchenändi gar gar gar ke Zyt für Ufgabe. I ga grad nach dr Schueu wäg."

Ich: "Ja, de nimmsch se iz Outo mit, geit de das nid?"

Er: "Mou, aber weme mues CD lose isch das nid gäbig..."

Ich: "Schlimmschtefaus machsch dUfi haut de ersch am Mänti."

Hansli mischte sich ein. Und von Hansli muss man wissen, dass er ein bisschen der Bub ist, der es allen Recht machen will. Und ein bisschen der, dessen Hochdeutsch noch wahnsinnig gefärbt ist vom Berndeutsch. Und auch der, der gewisse phlegmatische Züge aufweist. Hansli ist auch ein bisschen der Lehrer-Schleimer. Er sagte:

"Auso (Kunstpause) - i bi das Wuchenändi ou völlig usbuechet. Aber irgendwenn, Köbi, irgendwenn fingsch imfau geng es Zytfänschter zum Ufgabe mache."

Ehrenwort. So hat er das gesagt. 3. Klasse. Wahnsinn, nöd?



Samstag, 22. September 2012

Ferien! :-)

Gestern, am letzten Tag vor den Ferien, fand ich, es wäre wieder mal an der Zeit, zurückzuschauen.

Ich also: "Notiert mir auf einem Blatt bitte eure Rückmeldungen zu meinem Unterricht. Ihr dürft etwas aufschreiben, das euch gefällt, und etwas, das ihr nicht so gut findet."

Hanni: "Darf me o zwöi Sache?"

Ich: "Hochdeutsch. Wie bitte?"

Sie: "Darf man auch zwei Sachen?"

Ich: "Ja, aber versucht, genau zu beschreiben, was ihr meint. Ich gebe euch ein Beispiel. Vielleicht findet Fritzli ja, es gehe immer etwas schnell. Dann könnte er schreiben - Frau Ganguillet spricht zu schnell und ich komme nicht draus. Oder Hansli findet, es sei langweilig. Dann könnte er schreiben - mir ist manchmal langweilig, weil alles dreimal erklärt wird. Weiss jemand noch nicht, wie ich meine?"

Keine Reaktion. Alle schreibseln fleissig.

Am Schluss tönts dann so:

Frida:

Positiv: Sie sind sehr nett. Sie machen alles sehr gut.
Negativ: -

Okay. Damit kann ich ja knapp noch was anfangen.

Klaus:


Positiv: Ihr macht alles gut. Und ihr seit die einzige Französischlehrerin.
Negativ: Nichtz.

Aja. ÄuÄ. Ämu nid.

Hugo:

Mich nervt es dass ich immer mit Mädchen schaffen muss!!!

Und in 4 Jahren wird er dann sagen: Mich nervt es, dass ich nie mit Mädchen arbeiten darf!

Nena:

Positiv: Sie sind die beste Lehrerin die man haben kann und Frau Gabatueler (meine Kollegin) auch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (sic).

Negativ: ?????????????????????????

Ja. Jöö. Ist ja nett.

Heidi:

Positiv: Ihr seit sehr nett, schön und gerecht.
Negativ: -

Hä? Sehr konstruktiv.

Köbi:

Positiv: Es macht mir spass. ich träfe meine Kollegen.
Negativ: Ich habe einen zulangen Schulweg.

Zum Glück bezieht sich deine Rückmeldung extrem auf den Unterricht, Köbi.

Ab in die Ferien, würde ich meinen! :-)

Dienstag, 18. September 2012

Le phoque

Wieder mal neulich, im Französischunterricht.

Die Kinder hatten die Aufgabe, selber eine kleine Textkarte (für ein Tierlotto) auf Französisch zu verfassen. Schriftlich. Diese Textkarte sollte ein bestimmtes Tier beschreiben.

Hanni und Frieda schrieben:

"Cet animal est gris. Il nage."

Ich: "He, très bien! Et c'est quel animal alors? Une baleine - ein Wal?"

Sie lachen und schütteln die Köpfe.

Hanni meint: "Ein Seehund."

Ich: "Et on dit comment 'Seehund' en français?"

Frieda: "Es stand eben nicht im Wörterbuch. Aber vielleicht sagt man 'lac-chien?'"

Ich (innerlich am Prusten): "Hmm, nicht ganz. Aber guter Versuch! Es heisst: 'phoque'. Also 'le phoque'".

Hanni: "Ich merk mir einfach 'fuck' mit 'o'.



Okay. Auch eine Strategie.

Sonntag, 9. September 2012

Kreativitätsblitz

Neulich in der Franzstunde.

Die Dritteler theäterlen eine Szene aus "Le monstre de l'alphabet". Muss natürlich einstudiert werden, so ein Theater. Und die Lehrerinnen passen auf, dass das ganze nicht aus-art-et, sondern art bleibt. Und so. Eben. Blabla. Item.

Ufjedefall proben Housi, Horstli und Heinrich zusammen. Sie stürmen ein bitzli. Es ist ein bitzli mühsam mit ihnen. Bis plötzlich Horstli zu Heinrich schreit:

"Iz isch mir grad e Blitz i Chopf! Du chönntisch doch ds Monschter sy!"

Und nach dieser Blitzidee sind alle drei mit Feuereifer dabei. Auch, wenn sie verhältnismässig wenig auf Französisch sagen (was ja beim theäterlen in der Franzstunde das Ziel wäre. Eigentlich.). Die ganze Geschichte wird dafür doppelt und dreifach-dramatisch inszeniert.

Äuä müsste uns auch öfters mal ein Blitz in den Kopf.

Samstag, 1. September 2012

Landschulwoche, Teil 2 & Schulalltag

Und hier - endlich - eine kleine Fortsetzung!

Mittwoch:

Chlöisli: "Uuuhh, bini müed! I ha di Nacht nume 3 Schtung gschlafe."

Ich: "Ämu nid. Wiso de?"

Er (theatralisch): "I ha ersch am 2 chönne ischlafe. U am 5i bini scho wider verwachet."

Ich: "Hesch de du geng e Uhr näb dim Bett, dass du das so gnau weisch?"

Er: "Nei, aber i has ar Dunkuheit chönne ischetze!"

Ahaa.


Donnerstag und Freitag fiel ich ausserplanmässig aus - drum zum Schluss noch dies (aus aktuellem Anlass):

Ich: "Schöner Text, den du da über die Astronauten geschrieben hast, Fredi. Tiptop. Hast du gehört, dass der erste Mann, der auf dem Mond war, gestorben ist?

Fredi: "Ja, genau, Neil Armstrong. Das weiss ich natürlich!"

Frida: "Onei, wiso isch de dä gschtorbe? Isches so chaut xi ufm Mond?"

Jöö.


Mittwoch, 15. August 2012

Landschulwoche, Teil 1

Da ich morgen hurti schnell ein bisschen anderweitig arbeiten muss, bin ich zur Zeit zBäärn und nicht mehr auf der Saanenmöser, da, wo es a) wunderschön ist und die Klasse 4a b) ihre Landschulwoche verbringt.

Und weil ich eben zBäärn bin, kann ich ins Bäärner Internet und euch brandheiss von der Front die lustigsten Sprüche aus den Tagen 1 & 2 bloggen.

Montag:

- Wir tuckern gemächlich-gemütlich im Car durchs Saanenland.
Sagt Köbeli: "Dir, Frou Gangiee, hie chunnts mir bekannt vor."

Ich: "Aha, bisch o schomau hie xi?"

Er: "Ja, genau da. U iz chunnt de grad Laax nach dr Kurve."

Ähmmm... Fast...


- Wir packen aus. Hansli bringt mir seine Pingpongschläger. Angeblich besitzt er deren 10. In seiner Hand befinden sich aber nur zwei.
Er: "I ha eifach di angere grad nid gfunde. Drum hani dänkt, i nime no es Schach mit."

ÖÖ... Macht Sinn. Durchaus.

- Frida: "I welem Hotelzimmer schlaf ig?"

Kein Kommentar.


Dienstag:

- Fritzli: "Aso ig sitze mängisch e Viertustung ufem WC. Das hani vo mim Papi gerbt. Dä sitzt o geng solang ufm WC!"

Sympathisch!

- Hansli: "Di Nacht hani 3x schlafgwandlet. U we dir mi iz nid gd wäret cho wecke, de hätti grad no es vierts Mau müesse!"

Nä-ä!


Fortsetzung folgt!


Montag, 2. Juli 2012

Post-EM-Diskussion

Hansli sagt am Morgen nach dem EM-Krimi (haha!) Spanien-Italien nur:

"Dir, Frou Galieee, i ha gwüsst, dass dSquadra azzurra dasmau wird verlüüre".

Ich:

"Wieso de?"

Er:

"I ha drum geschter verschnätzleti Pizza gässe."

...

(Logisch. In dem Fall.)

Montag, 11. Juni 2012

Sparmassnahmen

Kürzlich haben die Kids den Stundenplan fürs neue Schuljahr erhalten. Sie werden nach den Ferien nur noch 2 Lektionen (statt wie bisher 3) Textiles & Technisches Gestalten (Handschä und Wärkä, hä) besuchen.

Peterli: "Neeeei! Aber wisoo? Ds isch vou mis Lieblingsfach!!"

Ich: "Ja, weisch, Peterli, das si Sparmassnahme vom Kanton."

Frida: "Was si Sparmassnahme?"

Ich: "Das heisst, dass dr Kanton äbe mues Gäud schpare. Es hett zweni Gäud, für dass dir no geng 3 Lektione chöit ga wärke."

Hansli: "U we mir öppis würde schpände? Zum Bischpiu ds Kässeli läre?"

Hanna: "Genau, oder e Chuecheverchouf organisiere?"


Jö.

Montag, 4. Juni 2012

Briefpost

Mit der Klasse schreibseln wir Briefe an eine andere Klasse.

Hier ein paar Highlights (Thema: Pfingsten):

Seppli: "An Pingsden habe ich Fussball und Federball, Tennis gespelt. Ich hate 2 Dunier gehapt. Ich hatte auch nach einen film geschaut. Ich konnte bis 00:00 könen wach bleiben. Ich war glüklich."

(Und ich wär schampar glücklich, Seppli, wenn du wenigstens "Film" gross schreiben würdest...)


Heidi: "Wir waren an eine Hochzeit eingeladen. Als Überraschung sprang ich aus einer 3stöckigenhochzeitskartootorte."

(Tolle Überraschung...! :-) )

Peterli: "Ich habe leider keine Geschwister. Wir haben nur Fische."

(Ja, gäng das, gäu! Chasch nid immer gwinne!)




Mittwoch, 2. Mai 2012

Ferienpläne

Gestern, in der Tagesschule, erzählt die kleine Emily: (Und notabene erzählt sie nur das ausserhalb der Klammern.)


"In den Frühlingsferien war ich im Fall in Dänemarkt (sic). Kennsch du das?"


Ich: "Ja, da bini o scho mau gsy. Hettds dr gfaue?"


Sie: "Ja. U im Summer gani uf Norde."


Ich (öhmm -): "Uf Norwege?"


Sie: "Nei, uf Finnland." (Emann, bisch blöd?) "Aber weisch, i ga di ganze Ferie. Fasch."


Ich: "Sicher? Grad füf Wuche?"


Sie: "Aso a mim Geburtstag bini wider zrügg."


Ich: "Aha. De chasch dä deheim fiire. (Schlaue Anmerkung.) "Wenn hesch de Geburi?"


Sie (stolz): "Am 7. Dezämber."


(Aja. Sött knapp länge.)

Dienstag, 6. März 2012

Für Sina.

Vielleicht hab ich schon mal erwähnt, dass wir im Freifach "Tanzen" "Umbrella" interpretieren (natürlich die Version von den Baseballs, nicht das Original. Please!).

Letzte Woche, wir hueren am Schwitzen, zählen und tanzen wie verrückt, da sagte ich:

"Auso, wener singt: You can stand you can stand stand - UMBRELLA! de machet dr dä Gump uf UMBRELLA! Isch klar?"

Elfi, hinter dem Schirm verborgen, streckt den Kopf hervor und sagt:

"Dir, i ha e Frag."

Ich: "Ja, Elfi?"

Sie: "Was heisst eigentlich UMBRELLA?"

Ich (*uups): "Ou, hab ich das nie erklärt? Umbrella heisst Schirm."

Sie: "Ahaaa! Iz hani scho dänkt, es sig e angere Name für Rihanna." (So ausgesprochen: R-I-H-A-N-N-A-H).

Freitag, 2. März 2012

Hexe von Wellbridge

Heut vor der Schule kommt der Hansli zu mir. Er gibt nicht nur seine Hausaufgaben ab, sondern zupft auch noch dieses Buch aus dem Schulranzen:

http://www.weltbild.ch/3/14878787-1/buch/das-geheimnis-der-hexen-von-wellbridge.html

Dazu sagt er: "Kennet dir das?"

Ich: "Nei."

Er: "Dir heit doch letscht Wuche gseit, dir läset sooo gärn und dir fändet läse sooo kuul."

Ich: "Ehem." (Hab ich glaubs. Ja. In der verzweifelten Hoffnung, die Kids zum Lesen motivieren zu können.)

Er: "Äbe. U i ha dänkt, das Buech chönntet dir ja läse."

Ich: "Meinsch?"

Er: "Ja, mi dünkt, das passi zu öich. Das chönnt öich no gfaue."

Ich: "Hesches du de scho gläse?"

Er: "Ja, u i chas schwär empfähle."

Ich: "Auso, super." (Hoffentlich gibt's im Netz ne Zusammenfassung.)

Er: "U i ha äxtra eis mit über 100 Site gno!"

Dienstag, 21. Februar 2012

Körperpflege der Jungs

Los Kunos.

Alle die, die mit Mille Feuilles unterrichten, wissen, wovon ich spreche.

Für die Übrigen: Los Kunos ist eine Zirkusfamilie, die im neuen Franzlehrmittel mittels eines Films vorgestellt wird.

Was "Los Kunos" bietet, ist Kleinkunst ganz gross - die vielen "Aaahs" und "Ooohs" von Köbi The Second, Hansli, Leo etc. bezeugten dies.

Plötzlich, mitten im Film, Leo zu Hansli:

"Buoaa, hesch du däm sini Muskle xe?"

Hansli: "Kraaaass. Aber di brucht er o."

Sie gucken weiter.

Dann, Hansli: "Und lug mau di Achsuhaar!"

Leo: "Shiit, di si ja vou lenger aus mini Haar ufm Chopf!"

Dienstag, 14. Februar 2012

Köbi The Second!

Tatort: Turnhalle.
Zeit: 15:15 Uhr
Fach: Sport, türlich.
Ich: Recht relaxed an der Turnhallentür angelehnt, da mein Praktikant unterrichtete.

Plötzlich: Hinter mir Gekicher und Stimmen.

Dann ging die Tür einen Spalt auf. Ich erhob mich, schlich raus auf den Gang und konnte gerade noch einen Blick auf Köbi The Second und Hansli erhaschen. Köbi The Second und Hansli sind Kindergärteler, die den Dienstag Nami geng in der Tagesschule verbringen. Die Tagesschule befindet sich über der Turnhalle. Und die Sportlektion der Dritteler ist spannend. Verstehe ich.

Trotzdem strafte ich Köbi The Second und Hansli mit einem bösen Blick. Ich meine - sorry. Die beiden liessen die Köpfe hängen. Ich, schon wieder mitleidig, seufzte und sagte:

"Auso, luget, wenn dir weit cho zueluege, de dörft dir das. Aber de chömet ine u susch blibet dr dusse, ohni dTurnschtund zschtöre. Isch guet?"

Hansli und Köbi The Second zogen sich zwecks Beratung in eine Ecke zurück.

Das tönte dann so:

Hansli: "Chumm, mir gö wider ufe. Di Schutte nume."

Köbi the Second: "Nei, chumm, mir gö ga luege. Wöu weisch, dr Lehrer vo dene (das wär dann mein Praktikant), dä hett es FC-Barcelona-Liibli anne!"

Samstag, 4. Februar 2012

Leo, the star on ice!

Ich schlöfle leider nicht u gut. Leider. Aber ich geh ja auch nur 2x pro Jahr aufs Eis - immer mit den Kids. Immerhin. Und beim zweiten Mal geht's allben schon recht viel besser als beim ersten Mal von diesen beiden Malen. Dünkt mich emell.

Anyway.

Leo meinte schon im Vorfeld der ersten Session: "I cha de sicher viu besser schlöfle aus du!"
(Er hat das mit dem Siezen noch nicht so getscheggt. Wir arbeiten aber daran.)

Und nach Session eins sagte er: "Isch guet, gömer nomau. De chasch du ono chly üebe."

Vor der zweiten Session bekundete er: "Auso, hütt muesch nomau richtig üebe. I hiufe dir de chly."

(Notabene nutzte ich die Zeit und war wirklich tifig unterwegs, inklusive Fangis und Tschiggis mit den Kids und allem Drum und Dran.)

Leo merkte die Besserung auch und meinte fünf Minuten vor Ende von Session zwei: "Es xet chly us wine Motor, we du fahrsch."

Ich (leicht verlegen): "He, danke!"

Er: "Ja, so gwagglig. Es rateret so."

Tja. Heisst wohl, ich muss näxtes Jahr wieder schlöflen gehen.

Freitag, 27. Januar 2012

Schlöflen

Wir waren schlöflen. Grad zweimal. Mitunter heute.

Und da gabs zum Beispiel dieses Müsterli:

Hansli fällt um. Shit happens. Er weint, denn er ist auf den Kopf gefallen. Ich geh mit ihm und seinem Kollege Leo raus (ich geh immer gern weg vom Eis) und verabreiche Hansli einen Schluck "Zauberwasser". (Spätestens in der 4. Klasse wird er nicht mehr daran glauben. Diesmal hat der Trunk noch halbwegs gewirkt.)

Leo meint altklug: "Vilech hett er e Chopferschütterig."

Hansli lächelt müde und sagt: "Das heisst nid Chopferschütterig. Das heisst Hüenererschütterig."