Samstag, 10. Oktober 2026

Tagebuch Albania IV

Dienstag, 29.09.26

Dieser lange, wunderbare Sandstrand in Spille ist einfach verrückt, v.a., weil er total menschenleer ist. Fast schon spooky! ;-) Wir besuchen vor dem Strand noch die Lagune von Divjaka - dort leben freie Pelikane und Flamingos. Wir sichten sogar einen Pelikan - allerdings einfach beim Besucherzentrum... 



Mittwoch 30.09.26


Letzter Tag in Spille. Wir sind die einzigen Gäste - und die Letzten. Danach wird der Glampingplatz winterdicht gemacht - schon jetzt werden entsprechende Vorkehrungen getroffen. Sehr entspannt ist es, zu frühstücken, wenn nebenan die Tische zusammengeklappt und weggestellt werden - mais bon. Zum Frühstück gibts in ganz Spille nur noch 3 Eier, da auch die Lädeli das Sortiment ausgehen lassen. Dafür zur Kompensation - Albanian pancakes. Diese Quelle ist unerschöpflich, no matter what. 

Danach machen wir uns auf zum Llogarapass. Reiseführer sei Dank verlaufen wir uns wie noch nie in unserem Leben und schaffen es gerade noch so vor Einbruch der Dunkelheit zurück. Dafür werden wir mit einer absolut gigantischen Aussicht (in der Wanderung) und einem feinen Nachtessen (in unserem Hostel) belohnt. 





Mittwoch, 7. Oktober 2026

Tagebuch Albania III

So und Mo, 27. & 28.9. 

So, Buongiorno Bari. Ganz sonntäglich gibts ein traumhaftes Frühstück für uns auf der wunderbaren Terrasse im Trespolo degli Angeli. Danach bummeln wir nochmals ans Meer (diesmal weniger Wind) und geniessen den Strand und die Wellen, bevor wir dann unser Gepäck abholen, eine mega Story erleben, bis wir korrekt für die Fähre eingecheckt haben (fragt nicht!), schliesslich Sam wieder treffen (!) und alle zusammen nach Albanien übersetzen.
(Und - wir haben ja gelernt, wie man Fähre fahren sollte. Itinerol (ich werde nicht gesponsert!) bevors losgeht - und gut ist (ämu bei ruhiger See)).

Guten Morgen Durrës. Erstmal unser Auto finden, dann raus aus der Hafenstadt, ab Richtung Meer und Spille. 
In Spille angekommen, gibt es für uns ein spätes Frühstück - Albanian pancakes. Unsere anfängliche Begeisterung hält nicht soo lange - denn die Dinger sind  frittiert und man hat schnell mal die Nase voll. Eigentlich schon ab dem zweiten Morgen. Aber die gehören leider zur Standardausrüstung… 
Dafür der Sandstrand hier....! 


Dienstag, 6. Oktober 2026

Tagebuch Albania II

Samstag, 26.09.26

Guten Morgen im Nachtzug! Die Nacht war - naja - durchzogen. K2 hatte kurz nach Ancona Stress, wir würden den Ausstieg verpassen, und weckte mich panisch auf (NB: Es war 02:00 morgens). Danach war mein Nervensystem derart aktiviert, dass ich ewig nicht mehr einschlafen konnte. Und als es dann doch noch klappte, fiel das Kissen von K1 vom oberen Bett direkt auf meinen Kopf. I called it a night - oder so.

Danach schlafwandeln wir durch Bari, schaffen es aber sogar an den Strand. Znacht gibts Pasta in einer überteuerten Touri-Bude - aber egal. Unser Hotel ist super, total familiär und herzig mit traumhafter Frühstücksterrasse - und wir schlafen 14 Stunden (die Kinder) bzw. 9 (ich) einfach durch. 


(Trespolo degli Angeli in Bari. Fragt nach Francesco. Bitte gärngscheh.)

Montag, 5. Oktober 2026

Tagebuch Albania

Freitag, 25.09.26

Nachmittags steigen K1, K2, K3 und ich in einen total überhitzten, rappelvollen Zug nach Milano. Zum Glück haben wir unser reserviertes Viererabteil. Die Stimmung ist gut - auch wenn wir unseren Platz mehrmals ziemlich lautstark verteidigen müssen und insbesondere ich immer wieder einen Rucksack an den Kopf kriege. Naja, wir sind jedenfalls froh, als wir in Milano eintreffen - obschon ich die ersten paar Minuten Ängste ausstehe, dass ich die Kinder gleich verlieren könnte: der Bahnsteig ist unglaublich voll und es dauert ungelogen eine gute Viertelstunde, bis wir von unserem Wagen am Perronende ankommen.

Wir schieben uns irgendwie mit Koffern raus auf die Piazza und von da zügig ins Quartier „Bosco Verticale“. Ein toller Ort - und das Beste: Die Legami-Shoppingliste können wir grad auch abarbeiten - K3 ist im siebten Himmel. 

Freitag, 20. Februar 2026

Nicht. Im. Traum.

Naomi Gregoris und Ursina Haller haben kürzlich einen wunderbaren Text im Das Magazin über Mutterschaft verfasst. DANKE dafür! (Wer lieber hören als lesen mag - hier gibt es eine sehr empfehlenswerte Apropos-Folge mit den beiden zum Thema). 

Jedenfalls: Ihr Text hat mich dazu veranlasst, das Hamsterrad kurz anzuhalten und über meine eigene Mutter- bzw. Elternschaft nachzudenken. Es gibt nämlich immer wieder Dinge im Leben mit Kindern, die man sich niemals so vorgestellt hatte. Man (ich) hatte soweit gar nie überlegt. Meine eigene Vorstellung von Mutterschaft erstreckte sich vor (oder von mir aus: während) der ersten Schwangerschaft nur über die Baby- bzw. die Kleinkindzeit. Dass mein Kind mal eine Zahnspange brauchen würde, war ein rein hypothetischer Gedanke. Damit setzte ich mich nur kurz auseinander, als es um die Frage ging, ob wir fürs Kleinkind eine Zahn-Zusatzversicherung abschliessen sollten oder nicht (we did it, luckily).

Anyways. Ein paar Jahre später trägt K2 eine Spange (und temporär sogar einen Gips, aber das ist eine andere Story). Die Spange für den Oberkiefer ist seit ungefähr 3 Wochen in seinem Besitz, die Spange für den Unterkiefer seit 1 Woche. Wir sind in der semaine blanche, dank der Wetterkapriolen sogar ein paar Tage abgeschnitten. Aber das weiss ich am zweiten Tag der Ferien noch nicht - ein wunderbar sonniger Tag, den wir skifahrend verbringen. Da für die Woche sehr viel Schnee und Nebel angekündigt ist, geniessen wir jeden Sonnenstrahl und picknicken am Mittag draussen. K2 verstaut die Spange in seinem Schächteli, das beobachte ich. 

Zuhause in der Ferienwohnung, irgendwann nach 16h, fällt mir auf, dass das Schächteli nicht in meinem Rucksack ist. K2 schaufelt draussen im Schnee. Ich schreie über den Balkon, ob er wisse, wo seine Spange sei. K2 steckt die Hand in seine Jackentasche, erbleicht und stammelt: "Aber vori hani se no im Sack gha". 

Ich leere in der Wohnung den Rucksack aus. Nichts. Kein Schächteli. Ich schreie über den Balkon, die Kinder sollen im Schnee suchen. 10min später ist klar: Ich muss zurück zum Picknickplatz. Mit viel Glück und Goodwill von netten Mitarbeitenden erwische ich den allerletzten Sessellift um 16:45 ins Skigebiet. Unterwegs telefoniere ich mit dem lokalen Fundbüro und erhalte die Öffnungszeiten sämtlicher Touribüros mit Fundkisten. Für den späteren Abend ist starker Schneefall angesagt. Ich weiss - ich muss das verdammte Schächteli heute finden, und am Besten, solange es noch hell ist. Nachher schwinden meine Chancen rapide. Aber - es könnte überall sein! 

Es ist schon sehr kalt. Ich werde von verschiedenen Leuten mehrmals und eindringlich vor den Pistenbullys gewarnt. Ich bin froh, alleine gekommen zu sein, denn effektiv: Genau hinter dem Picknickplatz fährt ein grosses Pistenfahrzeug. Ich untersuche die Bänkli - nix. Kein grasgrünes Schächteli. Ich überlege, ob ich im Restaurant fragen soll, denn K2 war dort noch auf dem Klo. Gern würde ich aber zuerst noch durch den Funpark hinter dem Picknickplatz. Dort spielten alle Ks auf grossen Gummireifen im Schnee. Nur - dort steht das Pistenfahrzeug. Ich nähere mich vorsichtig und warte ab. Irgendwann fährt der Bully davon. Ich steige über den ersten Schneehügel - und sehe etwas Grünes. Da! Das Schächteli. Genau da, wo vorher der Pistenbully stand. Ich öffne es - beide Spangen drinnen, sie sehen unversehrt aus. Ich stecke das Schächteli ein, hüpfe fast zurück zur Bergstation des Sessellifts, nehme mir einen Schlitten, sause damit über die Schlittelpiste in 10min zurück ins Tal, versorge den Schlitten an der Talstation, renne zum Dorfplatz, weil dort in 10min das Poschi fährt und erhalte am Dorfplatz noch den traditionellen Sonntags-Willkommensdrink: Einen Glühwein. 

Ich hab 2 getrunken. 

Und war pünktlich aufs Znacht wieder retour.  

Und dass das Kind nun mit dem eingegipsten Arm das Schächteli nicht wird öffnen können (weil einhändig gehts imfall nicht!), wird die Sache künftig nicht erleichtern. Aber vielleicht muss ich nicht mehr im Schnee suchen, immerhin. 

Und - nein, solche Stories wären mir nicht im Traum eingefallen, als wir uns für Elternschaft entschieden haben. Nicht. Im. Traum. 

Sonntag, 30. Juni 2024

EM-Special #2

Italien-Schweiz. 

Das 2:0 fällt. Grosser Jubel bei uns allen. K3 fügt an: "Aber suuber abgwehrt!"

Und so kurz vor Ende der Spielzeit, wir hampeln alle freudig-nervös auf dem Sofa herum:

"Iz hett grad dr Schiri eine gfoulet!"

Samstag, 22. Juni 2024

EM-Special #1

Kinder im Vorschul- und Primarschulalter, die über Fussball diskutieren, obschon sie davon maximal soviel Ahnung wie ich haben, fand ich schon vor 15 Jahren lustig. Damals fachsimpelten meine Schulkinder, heute sind es meine eigenen. Zum Beispiel so:

Wir schauen Match-Zusammenfassung Holland-Frankreich (0:0). 

K2: "Die Spanier si scho krass, di gö immer grad uf dä Bau!"