Montag, 5.10.
Frühstück auf der wunderbar sonnigen Tonys Terrace. Danach wandern wir noch zur Brücke von Ali Pasha (nur ca. 45min hin und zurück), bevor uns die längste Etappe unserer Reise erwartet: Eine knapp dreistündige Fahrt nach Berat.
Unterwegs stoppen wir an der Vjosa (die noch erstaunlich viel Wasser führt) und kommen dann gegen Abend in Berat an.
Auf dem Weg dahin wieder einmal an sehr vielen Ecken sehr viel Müll - der ist sehr omnipräsent in Albanien. So schade! Mein Studikollege meint, die Einheimischen würden all den Ghüder gar nicht mehr registrieren… Wir wissen nur, dass Recycling kaum existiert und dass es bspw. auch schwierig ist, etwas Grösseres zu entsorgen…
Aber ich schweife ab: Fürs Checkin ins Apartment in Berat müssen wir uns in eine Bar begeben - ich bin etwas unsicher, ob ich da jetzt jeden anhauen muss, aber zum Glück ist schnell klar, wer der Vater unserer Vermieterin ist. Ohne ein einziges Wort englisch (und mit unseren sehr sehr sehr bescheidenen Albanisch-Kenntnissen) führt er uns durch die Wohnung. Es ist schon krass, wie viel mit Gestik verstanden wird (ich glaub, mein Job wird überflüssig)!
Jedenfalls marschiert Semir in die Küche, holt ein Glas, füllt es mit Wasser, eilt weiter zum Balkon (er hat so einen zackigen Gang, ist aber auch total im Stress heute), immer mit uns allen im Schlepptau, öffnet die Balkontür, zeigt zu den Bergen, macht das „Thumbs-up-Zeichen“ und trinkt das Wasser in einem langen Schluck aus.
Na, was will er uns damit wohl sagen?
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