Sonntag, 25. Oktober 2026

Tagebuch Albania VII

Sonntag, 4.10.26

Zuerst besichtigen wir den Sensegraben Albaniens - ein wunderschönes Fleckchen, von dem wir die Kinder kaum wegbringen. Aber die Grossen haben noch was vor: Eine Wanderung von Kalasë nach Tatzat. Ein gemütlicher einstündiger Spaziergang, weil in Tatzat ein netter Wasserfall und eine blumige Taverne auf uns warten. In der Taverne, die erstaunlicherweise auch noch geöffnet ist, gibts türkischen starken Kaffee und für die Kinder Cola - yay. 

Nur liegen auf dem Wanderweg an einer Stelle 3 tote Hunde bzw. Wölfe (wir können nicht lange schauen, denn dieser Gestank, uff, man muss schnell durchrennen). Boa. Ich kötzle fast noch beim Aufschreiben. 

Danach bzw. trotzdem bzw. izerschrächt reisen wir dann noch eine gute halbe Autostunde weiter nach Gjirokaster. Bei Tony von Tony’s Terrace kriegen Sam und ich dann endlich (!) unseren ersten Raki. Was soll ich sagen - wir haben es jedenfalls lustig danach, als wir noch zum Schloss hochsteigen und die Aussicht geniessen. Wir haben es auch noch immer lustig, als wir Moussaka in der Taverne bestellen… ;-)





Dienstag, 20. Oktober 2026

Tagebuch Albania VI

Freitag, 2.10.

Nach Himarë legen wir grad nochmals einen Strandtag ein - diesmal wieder ganz einsam am Strand von Lukova. Gegen Mittag trudeln aber dann doch noch ein paar Leute ein, uff.



Abends dürfen wir in Bajkaj, im Ferienhüsli eines Studikollegens von Simone, nächtigen. So lieb - und doch eine recht krasse Erfahrung, dieses albanian landlife (wir sind nun etwas weiter weg von der Küste). 

So gibt es zum Beispiel eine staatliche Wasserleitung, eine private Wasserleitung und einen Wassertank für Notfälle. Je nach Leitung muss aber jeweils ein anderer Gartenschlauch etwas geöffnet sein, damit der Wasserdruck weiter oben in den Bergen nicht zu hoch wird, blabla. Ob Wasser kommt, hängt aber auch vom Goodwill des Nachbarn ab, der sich die Leitung mit dem Studikollegen teilt. Naja - eigentlich sind die Leute mega lieb und zuvorkommend, aber irgendwie werden wir mit Bajkaj nicht so richtig warm, sodass wir am Samstag einfach die Ausgrabungsstätte Butrint (südlich von Ksamil) besichtigen, nach Griechenland hinüber staunen und am Sonntag bereits weiterreisen. 

Butrint





Montag, 12. Oktober 2026

Tagebuch Albania V

Donnerstag, 1.10. 

Auf dem Llogarapass gibts Yoghurt mit Honig zum Frühstück. Das wars, denkt ihr? Nein, selbstverständlich auch albanische Pancakes. I mean... 
Den Rest des Tages verbringen wir am Strand von Gjipse, ein echt eindrücklicher Canyon. Und abends treffen wir an dem Ort ein, an dem wir besser zwei oder drei Tage verbracht hätten statt nur einen: Trommelwirbel für Himarë! Wir essen ein wunderbar griechisches Nachtessen direkt in einer Taverne an der Meerespromenade, spielen Bohnanza (unser Ferienspiel) und krönen den Tag mit einem super feinen Dessert aus der besten Pasticeria Albaniens (gemäss Reiseführer).
(Und das Beste: Es längt uns sogar, einmal alle Kleider kurz durchzuwaschen und sie einigermassen trocken wieder mitzunehmen).  


(Fotocredits to K2)


Samstag, 10. Oktober 2026

Tagebuch Albania IV

Dienstag, 29.09.26

Dieser lange, wunderbare Sandstrand in Spille ist einfach verrückt, v.a., weil er total menschenleer ist. Fast schon spooky! ;-) Wir besuchen vor dem Strand noch die Lagune von Divjaka - dort leben freie Pelikane und Flamingos. Wir sichten sogar einen Pelikan - allerdings einfach beim Besucherzentrum... 



Mittwoch 30.09.26


Letzter Tag in Spille. Wir sind die einzigen Gäste - und die Letzten. Danach wird der Glampingplatz winterdicht gemacht - schon jetzt werden entsprechende Vorkehrungen getroffen. Sehr entspannt ist es, zu frühstücken, wenn nebenan die Tische zusammengeklappt und weggestellt werden - mais bon. Zum Frühstück gibts in ganz Spille nur noch 3 Eier, da auch die Lädeli das Sortiment ausgehen lassen. Dafür zur Kompensation - Albanian pancakes. Diese Quelle ist unerschöpflich, no matter what. 

Danach machen wir uns auf zum Llogarapass. Reiseführer sei Dank verlaufen wir uns wie noch nie in unserem Leben und schaffen es gerade noch so vor Einbruch der Dunkelheit zurück. Dafür werden wir mit einer absolut gigantischen Aussicht (in der Wanderung) und einem feinen Nachtessen (in unserem Hostel) belohnt. 





Mittwoch, 7. Oktober 2026

Tagebuch Albania III

So und Mo, 27. & 28.9. 

So, Buongiorno Bari. Ganz sonntäglich gibts ein traumhaftes Frühstück für uns auf der wunderbaren Terrasse im Trespolo degli Angeli. Danach bummeln wir nochmals ans Meer (diesmal weniger Wind) und geniessen den Strand und die Wellen, bevor wir dann unser Gepäck abholen, eine mega Story erleben, bis wir korrekt für die Fähre eingecheckt haben (fragt nicht!), schliesslich Sam wieder treffen (!) und alle zusammen nach Albanien übersetzen.
(Und - wir haben ja gelernt, wie man Fähre fahren sollte. Itinerol (ich werde nicht gesponsert!) bevors losgeht - und gut ist (ämu bei ruhiger See)).

Guten Morgen Durrës. Erstmal unser Auto finden, dann raus aus der Hafenstadt, ab Richtung Meer und Spille. 
In Spille angekommen, gibt es für uns ein spätes Frühstück - Albanian pancakes. Unsere anfängliche Begeisterung hält nicht soo lange - denn die Dinger sind  frittiert und man hat schnell mal die Nase voll. Eigentlich schon ab dem zweiten Morgen. Aber die gehören leider zur Standardausrüstung… 
Dafür der Sandstrand hier....! 


Dienstag, 6. Oktober 2026

Tagebuch Albania II

Samstag, 26.09.26

Guten Morgen im Nachtzug! Die Nacht war - naja - durchzogen. K2 hatte kurz nach Ancona Stress, wir würden den Ausstieg verpassen, und weckte mich panisch auf (NB: Es war 02:00 morgens). Danach war mein Nervensystem derart aktiviert, dass ich ewig nicht mehr einschlafen konnte. Und als es dann doch noch klappte, fiel das Kissen von K1 vom oberen Bett direkt auf meinen Kopf. I called it a night - oder so.

Danach schlafwandeln wir durch Bari, schaffen es aber sogar an den Strand. Znacht gibts Pasta in einer überteuerten Touri-Bude - aber egal. Unser Hotel ist super, total familiär und herzig mit traumhafter Frühstücksterrasse - und wir schlafen 14 Stunden (die Kinder) bzw. 9 (ich) einfach durch. 


(Trespolo degli Angeli in Bari. Fragt nach Francesco. Bitte gärngscheh.)

Montag, 5. Oktober 2026

Tagebuch Albania

Freitag, 25.09.26

Nachmittags steigen K1, K2, K3 und ich in einen total überhitzten, rappelvollen Zug nach Milano. Zum Glück haben wir unser reserviertes Viererabteil. Die Stimmung ist gut - auch wenn wir unseren Platz mehrmals ziemlich lautstark verteidigen müssen und insbesondere ich immer wieder einen Rucksack an den Kopf kriege. Naja, wir sind jedenfalls froh, als wir in Milano eintreffen - obschon ich die ersten paar Minuten Ängste ausstehe, dass ich die Kinder gleich verlieren könnte: der Bahnsteig ist unglaublich voll und es dauert ungelogen eine gute Viertelstunde, bis wir von unserem Wagen am Perronende ankommen.

Wir schieben uns irgendwie mit Koffern raus auf die Piazza und von da zügig ins Quartier „Bosco Verticale“. Ein toller Ort - und das Beste: Die Legami-Shoppingliste können wir grad auch abarbeiten - K3 ist im siebten Himmel.