Okay. Es ist wieder mal Zeit für einen Früher-Heute-Artikel, vergleiche dazu Mändeler III.
Wir waren letztens in den Skiferien. SKIFERIEN. S-K-I-F-E-R-I-E-N. Schon das Wort impliziert viel Material.
Glücklicherweise konnten wir Skis, Stöcke, Helme, Schlitten mit Aufsatz und sogar die Skischuhe im Auto mitgeben.
Übrig blieben nur noch, naja, wir 3 plus Winterkleidung. Denkt man.
Früher: Hopp hopp, Skipulli, lange Unterhose, Skisocken, Skihose, Skijacke, Ski- und Sonnenbrille, Unterwäsche, Pijama, Sonnencrème und Zahnbürste in einen Rucksack, voilà, check, done.
Heute: Siehe oben. Plus: Pijama für Mändeler. Schlafsack für Mändeler. Nuschi und Figi (das ist Mändelers Stoffhase). Spielzeug. Drei Bodys. Für alle Fälle. Windeln. Feuchttüechli. Hosen, Pulli, Socken, Strumpfhosen. Eine Minisonnenbrille. Kinder-Sonnencrème. Handschuhe, Mütze. Warme Schuhe. Einen Skianzug. Und so.
Früher: Ein kleines Säckli mit einem Fläschli Wasser und einem extrafeinen Sandwich für die Zugfahrt.
Heute: Siehe oben. Plus: Schoppen, damit man dann auch mal kurz Skifahren oder Langläuflen kann. Löffel. Lätzli. Besser zwei Lätzli. Oder drei. Die sehen ja amigs flugs ziemlich mitgenommen aus. Schnabeltässchen. Hirse. Griessbrei. Schälchen für Brei. Gemüsebrei für die Fahrt. Gemüse aus dem Keller (also, ursprünglich aus dem Garten), damit man, einmal angekommen, Brei machen kann. Nur - gibts in der Ferienwohnung eigentlich einen Pürierstab?
Früher: Oben drauf ein gutes Buch für die gemütliche Zugfahrt ins Engadin (wobei man auf der Albulalinie sowieso geng wieder am Fenster klebt). Vielleicht noch die Zeitung aus dem Briefkasten.
Heute: Spielzeug für die Fahrt. Eine kleine Decke, damit Mändeler in der RhB auch schlafen kann. Ein Schäleli Gemüsebrei für unterwegs.
Windeln. Eine Wickelunterlage. Feuchttüechli. Und bitte alles möglichst griffbereit.
Oder - wo ist jetzt schon wieder das Löffeli, damit Mändeler im Zug auch Brei essen kann?
Noch Fragen?
(Wunderschön wars übrigens. Wie geng.)
Montag, 25. Januar 2016
Donnerstag, 7. Januar 2016
Merci! :-)
Ich habe letzte Woche eine Liste (gutgemeinter) Ratschläge erstellt, die ich sicher mal noch fortsetzen werde.
Aber nicht heute. Heute, an diesem hundskommunen Donnerstag, dem ersten im neuen Jahr, möchte ich gerne einmal einfach nur danken.
Und zwar:
- Den zuvorkommenden Personen, die mir im Bus Platz machen, wenn ich Mändeler entweder im Tragi oder einfach so trage. Es ist wirklich bedeutend angenehmer (und ungefährlicher!), wenn man in den mitunter schnellen Bussen sitzen kann (und sich und das Kind nicht festzuhalten braucht): Merci!
- Den netten Leuten im Zug oder Bus, mit denen Mändeler Blickkontakt aufnimmt, und die nett zurückwinken oder zurücklächeln, aber mich von einem weiteren Gespräch (à: Wi heisst si? A, är? Wi aut isch är? Jö, hett är geng scho so viu Haar gha? usw.) verschonen: Grazie.
- Den entspannten Leuten, die sich NICHT umdrehen und NICHT die Augen verdrehen, wenn Mändeler beim Einsteigen in den Zug weint (sagen wir, schreit) oder ich Mühe habe, den Kinderwagen reinzubugsieren: Hvala.
- Unseren Nachbarn, die stoisch behaupten, sie hätten ehrenwort noch nie einen Mändeler-Mucks gehört, auch wenn ich mir das kaum vorstellen kann (nicht, dass er oft schreit. Wirklich nicht. Aber wenn, dann laut. Dünkt mich emell.): Thanks.
Und das ist, ich kann mich nur wiederholen, lediglich eine ganz kleine Auswahl.
In dem Sinne - nochmals auf ein gutes Neues. Auf ein Gemeinnütziges, diesmal.
Aber nicht heute. Heute, an diesem hundskommunen Donnerstag, dem ersten im neuen Jahr, möchte ich gerne einmal einfach nur danken.
Und zwar:
- Den zuvorkommenden Personen, die mir im Bus Platz machen, wenn ich Mändeler entweder im Tragi oder einfach so trage. Es ist wirklich bedeutend angenehmer (und ungefährlicher!), wenn man in den mitunter schnellen Bussen sitzen kann (und sich und das Kind nicht festzuhalten braucht): Merci!
- Den netten Leuten im Zug oder Bus, mit denen Mändeler Blickkontakt aufnimmt, und die nett zurückwinken oder zurücklächeln, aber mich von einem weiteren Gespräch (à: Wi heisst si? A, är? Wi aut isch är? Jö, hett är geng scho so viu Haar gha? usw.) verschonen: Grazie.
- Den entspannten Leuten, die sich NICHT umdrehen und NICHT die Augen verdrehen, wenn Mändeler beim Einsteigen in den Zug weint (sagen wir, schreit) oder ich Mühe habe, den Kinderwagen reinzubugsieren: Hvala.
- Unseren Nachbarn, die stoisch behaupten, sie hätten ehrenwort noch nie einen Mändeler-Mucks gehört, auch wenn ich mir das kaum vorstellen kann (nicht, dass er oft schreit. Wirklich nicht. Aber wenn, dann laut. Dünkt mich emell.): Thanks.
Und das ist, ich kann mich nur wiederholen, lediglich eine ganz kleine Auswahl.
In dem Sinne - nochmals auf ein gutes Neues. Auf ein Gemeinnütziges, diesmal.
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Ratschläge
Man hört sooo viele (sicher in der Regel gutgemeinte) Ratschläge, wenn man ein Kind hat.
Hier eine kleine Auswahl davon (mit Betonung auf klein) - vielleicht findet sich ja gar ein Neujahrsvorsatz für euch darunter?! ;-)
- Lass das Kind unbedingt in seinem eigenen Zimmer schlafen. Mit deinem Husten würde ich neben dir auch dauernd aufwachen.
- Das Kind muss neben dir schlafen. Da spürt es deinen Atem. Das beruhigt es. Und ab deinem Husten wacht es sicher nicht auf. Niemals.
- Gibst du dem Baby keinen Nuggi? Du kannst es doch nicht zum Einschlafen an dir rumnuckeln lassen. Das will es dann immer, warte nur.
- Was, das Kind hat einen Nuggi? Gell, du weisst, damit ist Logopädieunterricht im Kindergarten vorprogrammiert.
- Das Kind saugt am Daumen? Hmm, das gibt schiefe Schaufeln. Dann muss es in die Logopädie im Kindergarten.
- Leg das Kind zum Schlafen IMMER auf den Rücken. Sonst erstickt es.
- Also wir haben unsere Kinder zum Schlafen IMMER auf den Bauch gelegt. Sonst hätten sie ja am Erbrochenen ersticken können.
- Leg das Baby zum Schlafen auf die Seite. Sonst kriegt es einen deformierten Schädel.
- Ich glaub', dein Kind friert. Schau, es hat ganz rote Bäckchen (kennsch zahne?).
- Ich glaub', dein Kind schwitzt. Schau, es hat ganz rote Bäckchen (es isch ou mega heiss i däm Bähndli und i schwitze im Fau o!).
- Wie bitte, du trinkst Alkohol und stillst noch?
- Na komm schon, ein Gläschchen Wein hat noch niemandem geschadet.
In dem Sinne - Prost! Auf ein farbiges 2016!
PS: Fortsetzung der Liste folgt. Und falls ihr Lust habt, die Liste mit euren Ideen zu vervollständigen (insb. all jene, die auch eine-n Mändeler-in daheim haben) - go ahead.
Hier eine kleine Auswahl davon (mit Betonung auf klein) - vielleicht findet sich ja gar ein Neujahrsvorsatz für euch darunter?! ;-)
- Lass das Kind unbedingt in seinem eigenen Zimmer schlafen. Mit deinem Husten würde ich neben dir auch dauernd aufwachen.
- Das Kind muss neben dir schlafen. Da spürt es deinen Atem. Das beruhigt es. Und ab deinem Husten wacht es sicher nicht auf. Niemals.
- Gibst du dem Baby keinen Nuggi? Du kannst es doch nicht zum Einschlafen an dir rumnuckeln lassen. Das will es dann immer, warte nur.
- Was, das Kind hat einen Nuggi? Gell, du weisst, damit ist Logopädieunterricht im Kindergarten vorprogrammiert.
- Das Kind saugt am Daumen? Hmm, das gibt schiefe Schaufeln. Dann muss es in die Logopädie im Kindergarten.
- Leg das Kind zum Schlafen IMMER auf den Rücken. Sonst erstickt es.
- Also wir haben unsere Kinder zum Schlafen IMMER auf den Bauch gelegt. Sonst hätten sie ja am Erbrochenen ersticken können.
- Leg das Baby zum Schlafen auf die Seite. Sonst kriegt es einen deformierten Schädel.
- Ich glaub', dein Kind friert. Schau, es hat ganz rote Bäckchen (kennsch zahne?).
- Ich glaub', dein Kind schwitzt. Schau, es hat ganz rote Bäckchen (es isch ou mega heiss i däm Bähndli und i schwitze im Fau o!).
- Wie bitte, du trinkst Alkohol und stillst noch?
- Na komm schon, ein Gläschchen Wein hat noch niemandem geschadet.
In dem Sinne - Prost! Auf ein farbiges 2016!
PS: Fortsetzung der Liste folgt. Und falls ihr Lust habt, die Liste mit euren Ideen zu vervollständigen (insb. all jene, die auch eine-n Mändeler-in daheim haben) - go ahead.
Montag, 30. November 2015
Bébéschwümme
Längst, längst wollte ich vom Bébéschwimmen berichten.
Davon, was man für ein Gschleipf hat, wenn man ein Badetuch für sich selber, eines für Mändeler, Badewindeln für Mändeler, Ersatzkleider für Mändeler, Ersatzwindeln für Mändeler, eine Bürste für sich selbst und im schlechtesten Fall auch noch Einkäufe oder Arbeitsutensilien auf sich drauf hievt. Nebst Mändeler, natürlich.
Denn - den Kinderwagen vor dem Hallenbad im Wagenparking zu lassen, empfehle ich niemandem. Es sei denn, man wandelt gern etwa zwei Stunden später im Kinderwagenlabyrinth und gräbt sich nur mit Müh' und Not einen Weg zum eigenen Modell vor.
Davon, wie fätzig es ist, wenn es nun auch noch saukalt ist, im Bad aber total überhitzt, und man sich zum oben beschriebenen Abschnitt auch noch die Winterausrüstung dazudenken muss.
Davon, wie gäbig es ist, wenn es für 10 Bébés mit Mamas oder Papas nur einen Wickeltisch gibt, und man sein Kind halt einfach auf dem Boden wickelt. Oder es auszieht. Oder es am Ende wieder anzieht. Und in die Winterklamotten steckt. Oder so.
Davon, was man eigentlich mit dem Kind macht, weil man sich selbst kurz die Haare waschen sollte, weil man später zur Arbeit muss. Nein, die anderen Mamis sind auch mit ihren Schätzelis beschäftigt. Believe me.
All das - und noch viel mehr - hatten Mändeler und ich bis letzte Woche im Griff. Emell in der Regel. Bis - ja bis. Bis Mändeler einmal seine Badewindeln vollkackte. Und zwar so richtig.
An dieser Stelle muss ich wohl kurz ausführen, dass sich Badewindeln extrem mit Wasser vollsaugen. Ob Pipi oder Wasser, lässt sich da nicht genau bestimmen. Ist auch einerlei. Aber beim Gaggi - naja, da wars halt so, dass ich den Mändeler auf sein Badetuch legte. Und danach verheerenderweise die Badewindel öffnete.
Note to myself: Nächstes Mal gehen wir mit der vollgekackten Badewindel schnurstracks unter die Dusche.
Davon, was man für ein Gschleipf hat, wenn man ein Badetuch für sich selber, eines für Mändeler, Badewindeln für Mändeler, Ersatzkleider für Mändeler, Ersatzwindeln für Mändeler, eine Bürste für sich selbst und im schlechtesten Fall auch noch Einkäufe oder Arbeitsutensilien auf sich drauf hievt. Nebst Mändeler, natürlich.
Denn - den Kinderwagen vor dem Hallenbad im Wagenparking zu lassen, empfehle ich niemandem. Es sei denn, man wandelt gern etwa zwei Stunden später im Kinderwagenlabyrinth und gräbt sich nur mit Müh' und Not einen Weg zum eigenen Modell vor.
Davon, wie fätzig es ist, wenn es nun auch noch saukalt ist, im Bad aber total überhitzt, und man sich zum oben beschriebenen Abschnitt auch noch die Winterausrüstung dazudenken muss.
Davon, wie gäbig es ist, wenn es für 10 Bébés mit Mamas oder Papas nur einen Wickeltisch gibt, und man sein Kind halt einfach auf dem Boden wickelt. Oder es auszieht. Oder es am Ende wieder anzieht. Und in die Winterklamotten steckt. Oder so.
Davon, was man eigentlich mit dem Kind macht, weil man sich selbst kurz die Haare waschen sollte, weil man später zur Arbeit muss. Nein, die anderen Mamis sind auch mit ihren Schätzelis beschäftigt. Believe me.
All das - und noch viel mehr - hatten Mändeler und ich bis letzte Woche im Griff. Emell in der Regel. Bis - ja bis. Bis Mändeler einmal seine Badewindeln vollkackte. Und zwar so richtig.
An dieser Stelle muss ich wohl kurz ausführen, dass sich Badewindeln extrem mit Wasser vollsaugen. Ob Pipi oder Wasser, lässt sich da nicht genau bestimmen. Ist auch einerlei. Aber beim Gaggi - naja, da wars halt so, dass ich den Mändeler auf sein Badetuch legte. Und danach verheerenderweise die Badewindel öffnete.
Note to myself: Nächstes Mal gehen wir mit der vollgekackten Badewindel schnurstracks unter die Dusche.
Samstag, 10. Oktober 2015
Ryfflihoflift
Ich habe euch einen Artikel über den Ryfflihoflift (hätte nie gedacht, dass ich jemals über sowas Langweiliges wie diesen Lift schreiben würde, aber item) versprochen. Wuala:
Zuerst noch dies: Ich habe nichts gegen ältere Damen. Werde hoffentlich selber mal eine. Erst recht hab ich nichts gegen ältere Damen mit Rollator. Vergleiche dazu Artikel "Mändeler III". Aber schön der Reihe nach:
Kürzlich war ich also mal wieder im Ryfflihof, um eben noch das bisschen Milch, Brot und die paar Eier zu posten.
Schiebe den Kinderwagen durch den Haupteingang und realisiere - uppps, da gehts ja 3 Stufen runter bis zum Lift. Mittlerweile sind 3 Stufen mit Kinderwagen easy zu bewältigen. Weniger easy sind die Parfümfläschli rechts, die Aktionstafeln links und die vielen Leute um die Stufen herum - zum Glück fällt mir ein, dass es ja bei diesem Megastore auch einen Seiteneingang gibt.
Okay. Retour mit dem Wägeli, rum ums halbe Gebäude, rein bei den Blumen auf der Seite. Ich wuchte den Wagen neben den Sonnenblumenvasen vorbei, zirkle um die Max-Havelaar-Rosen und steh dann endlich - uff - vor dem Lift.
Wie schon in "Mändeler III" erwähnt - es gibt (leider) nur einen Lift für das riesige Warenhaus. Beim Runterfahren hab' ich aber Glück. Er kommt zügig, Mändeler und ich rein, im UG raus, wir kaufen ein - und an der Kasse macht mich Mändeler mal wieder sanft darauf aufmerksam, dass er hungrig ist.
Ich bezahle, finde, das nächste Bähndli in 10 Minuten, das kriegen wir jetzt, dann kann Mändeler im Bähndli essen - und stehe wieder vor dem Ryfflihoflift. Und hier kommt die ältere Rollatordame ins Spiel. Zeitgleich mit Mändeler & mir trifft sie vor dem Lift ein.
Sagt: "Ohh, was hett de öies Ching?"
Ich (gequält lächelnd): "Hunger."
Sie (übrigens mit einem Netzli am Rollator, gefüllt mit 2 Äpfeln und einem Weggli): "Tztztz. De müesst dir ihm es Schöppeli gä!"
Ich denke: Äuä! Ämu nid?? - sage aber: "Jaja."
Der Lift kommt. Er ist voller Leute, die alle vom EG runter gefahren sind und eigentlich ins OG wollen. Super.
Sie zu Mändeler: "Muesch nid gränne. Das gyt de sicher baud öppis."
Mändeler legt einen Zacken zu.
Der Lift kommt wieder. Ich muss mit dem Kinderwagen Platz machen für die Leute, die da aussteigen.
Sie wägelet rein. Kriegt es aber nicht hin, sich so hinzustellen, dass auch Mändeler & ich reinpassen.
Dafür sagt sie zu mir: "I bi drum pressiert."
... womit unser Bähndli mal wieder weg wäre. Grazie tanto.
Zuerst noch dies: Ich habe nichts gegen ältere Damen. Werde hoffentlich selber mal eine. Erst recht hab ich nichts gegen ältere Damen mit Rollator. Vergleiche dazu Artikel "Mändeler III". Aber schön der Reihe nach:
Kürzlich war ich also mal wieder im Ryfflihof, um eben noch das bisschen Milch, Brot und die paar Eier zu posten.
Schiebe den Kinderwagen durch den Haupteingang und realisiere - uppps, da gehts ja 3 Stufen runter bis zum Lift. Mittlerweile sind 3 Stufen mit Kinderwagen easy zu bewältigen. Weniger easy sind die Parfümfläschli rechts, die Aktionstafeln links und die vielen Leute um die Stufen herum - zum Glück fällt mir ein, dass es ja bei diesem Megastore auch einen Seiteneingang gibt.
Okay. Retour mit dem Wägeli, rum ums halbe Gebäude, rein bei den Blumen auf der Seite. Ich wuchte den Wagen neben den Sonnenblumenvasen vorbei, zirkle um die Max-Havelaar-Rosen und steh dann endlich - uff - vor dem Lift.
Wie schon in "Mändeler III" erwähnt - es gibt (leider) nur einen Lift für das riesige Warenhaus. Beim Runterfahren hab' ich aber Glück. Er kommt zügig, Mändeler und ich rein, im UG raus, wir kaufen ein - und an der Kasse macht mich Mändeler mal wieder sanft darauf aufmerksam, dass er hungrig ist.
Ich bezahle, finde, das nächste Bähndli in 10 Minuten, das kriegen wir jetzt, dann kann Mändeler im Bähndli essen - und stehe wieder vor dem Ryfflihoflift. Und hier kommt die ältere Rollatordame ins Spiel. Zeitgleich mit Mändeler & mir trifft sie vor dem Lift ein.
Sagt: "Ohh, was hett de öies Ching?"
Ich (gequält lächelnd): "Hunger."
Sie (übrigens mit einem Netzli am Rollator, gefüllt mit 2 Äpfeln und einem Weggli): "Tztztz. De müesst dir ihm es Schöppeli gä!"
Ich denke: Äuä! Ämu nid?? - sage aber: "Jaja."
Der Lift kommt. Er ist voller Leute, die alle vom EG runter gefahren sind und eigentlich ins OG wollen. Super.
Sie zu Mändeler: "Muesch nid gränne. Das gyt de sicher baud öppis."
Mändeler legt einen Zacken zu.
Der Lift kommt wieder. Ich muss mit dem Kinderwagen Platz machen für die Leute, die da aussteigen.
Sie wägelet rein. Kriegt es aber nicht hin, sich so hinzustellen, dass auch Mändeler & ich reinpassen.
Dafür sagt sie zu mir: "I bi drum pressiert."
... womit unser Bähndli mal wieder weg wäre. Grazie tanto.
Mittwoch, 30. September 2015
Früher vs. Heute I
Es gibt Leute, die brauchen einen Rollstuhl, gehen an Krücken, sehen oder hören schlecht - und finden sich trotzdem alleine in einer Stadt zurecht. Jetzt, mit Kinderwagen, kann ich vielleicht etwas besser abschätzen, was das bedeutet - und ich bin tief beeindruckt.
Früher: Ich vor dem Tibits, in 3 Minuten fährt der Zug im RBS-Bahnhof, easy, längt guet, sogar im Feierabendgewusel.
Heute: Der Lift braucht schon 2.5 Minuten, bis er überhaupt seinen Sesam öffnet. Keine Chance mit Kinderwagen. Wenn ich Schwein hab, seh ich vielleicht noch die Schlusslichter des Zuges.
Früher: Ich sehe den Bus um die Ecke biegen, spurte noch 150m bis zur Bushaltestelle, längt, auch wenn ich etwas ausser Puste gerate.
Heute: Ich sehe den Bus um die Ecke biegen, warne Mändeler, spurte los, kurve um eine ältere Frau, dann um eine Gruppe Touristen, kollidiere fast mit einem Hund - und kann dem Bus grad noch "Ciaociao" winken.
Früher: Ich muss noch ein Brot, ein paar Eier, etwas Milch holen, gehe halt schnell in den Ryffli (für alle Nicht-Berner: Das ist ein riesiges Coop grad neben dem Bahnhof), speede durch das Labyrinth an Gängen, erwische die Expresskasse. Zack, over and done.
Heute: Ich muss in den Lift. Es gibt aber nur einen Lift - und davon mehr beim nächsten Mal. Das ist nämlich ein ganzer Eintrag wert. Promis!
Dafür für heute noch dies: Mändeler und ich sind kürzlich am Bahnhof wieder mit Schoggi beschenkt worden. Der nette Werber hat gesagt:
"Zwöi Schöggeli, eis fürz Mami u eis fürz Bébé."
Ehmmm - ja?
Früher: Ich vor dem Tibits, in 3 Minuten fährt der Zug im RBS-Bahnhof, easy, längt guet, sogar im Feierabendgewusel.
Heute: Der Lift braucht schon 2.5 Minuten, bis er überhaupt seinen Sesam öffnet. Keine Chance mit Kinderwagen. Wenn ich Schwein hab, seh ich vielleicht noch die Schlusslichter des Zuges.
Früher: Ich sehe den Bus um die Ecke biegen, spurte noch 150m bis zur Bushaltestelle, längt, auch wenn ich etwas ausser Puste gerate.
Heute: Ich sehe den Bus um die Ecke biegen, warne Mändeler, spurte los, kurve um eine ältere Frau, dann um eine Gruppe Touristen, kollidiere fast mit einem Hund - und kann dem Bus grad noch "Ciaociao" winken.
Früher: Ich muss noch ein Brot, ein paar Eier, etwas Milch holen, gehe halt schnell in den Ryffli (für alle Nicht-Berner: Das ist ein riesiges Coop grad neben dem Bahnhof), speede durch das Labyrinth an Gängen, erwische die Expresskasse. Zack, over and done.
Heute: Ich muss in den Lift. Es gibt aber nur einen Lift - und davon mehr beim nächsten Mal. Das ist nämlich ein ganzer Eintrag wert. Promis!
Dafür für heute noch dies: Mändeler und ich sind kürzlich am Bahnhof wieder mit Schoggi beschenkt worden. Der nette Werber hat gesagt:
"Zwöi Schöggeli, eis fürz Mami u eis fürz Bébé."
Ehmmm - ja?
Mittwoch, 16. September 2015
Fototermin
Habt ihr schon einmal mit einem Baby eine ID gemacht? Nein? Klingt auch nicht so dramatisch, oder?
Tja - falsch gedacht. In unserem Fall zumindest. Die ID per se wäre wohl weniger das Problem, aber bringe ein knapp 2 Monate altes Baby dazu, genau in die Kamera zu schauen. Ohne zu gähnen. Ohne zu lachen. Ohne zu blinzeln. Ohne zu weinen. Ohne den Kopf zu drehen. Nein, auch nicht minim.
Du kommst an den Schalter, frohen Mutes, die nette Lady mit den langen Fingernägeln (die sich später noch als gäbig herausstellen werden) erfasst deine Personalien, du unterschreibst, alles picobello, du legst den kleinen Mändeler auf das graue Frottéetüechli und denkst, die 3 roten Lämpli da oben, die müssten doch zu schaffen sein.
Nach 7 misslungenen Versuchen (da Mändeler entweder die Ärmli ins Bild streckt oder man deine Hände sieht), kommt die Langfingernägellady und sagt:
"Är mues grad luege. Grad ufe. Gäbet ihm doch mau dr Nüggu."
Du wiederholst die ganze Geschichte, musst aber jetzt zusätzlich noch schauen, dass der Nuggi zum Zeitpunkt des Abdrückens nicht mehr im Mändelermündchen steckt. Und gleichzeitig die Händchen vom Mändeler festhalten. Und unbedingt deine eigenen Hände weg. Hände weg!
Nach weiteren gefühlten 10 misslungenen Versuchen kommt die Langfingernägellady wieder und sagt:
"Är mues grad luege. Grad ufe. Mir tüe mau obe chlöpferle. Mini Kollegin macht ds Föteli."
Spätestens da wird dir klar - du bist wohl ein schwieriger Fall. Die Langfingernägellady setzt ihre langen Fingernägel gekonnt ein und trommelt an die Decke neben den roten Lämpli, was das Zeug hält. Bringt nur leider nicht viel. Entweder ist die Reaktionszeit der neuen Lady, die das Foto schiesst, zu lange, oder was weiss ich. Die Langfingernägellady sagt leicht genervt:
"Är mues grad luege. Grad ufe. Wiso macht er das nid? Hett er Hunger?"
Ja! Hat er! Schliesslich sind wir seit 25 Minuten dran! Ich hab zwar noch keinen Hunger, aber Schweissausbrüche.
Immer wieder schreien entweder die Langfingernägellady oder ich abwechslungsweise: "Jetzt!" - aber den goldenen Moment erwischen wir nicht.
Irgendwann heult Mändeler nur noch. Ich sage:
"I gibe ihm öppis ztrinke u när probiere mer nomau."
Die Langfingernägellady meint: "Nei, när hei mer ke Zyt me. Ds mues iz ga."
Ich schliesse die Augen - und dann - Zufall? Glück? - muss Mändeler Luft holen, um erneut schreien zu können. Genau dann schaut er gerade mit offenen Augen nach oben. Und Lady 2 drückt genau dann auf den Auslöser!
Uff! Foti im Kasten!
Tja - falsch gedacht. In unserem Fall zumindest. Die ID per se wäre wohl weniger das Problem, aber bringe ein knapp 2 Monate altes Baby dazu, genau in die Kamera zu schauen. Ohne zu gähnen. Ohne zu lachen. Ohne zu blinzeln. Ohne zu weinen. Ohne den Kopf zu drehen. Nein, auch nicht minim.
Du kommst an den Schalter, frohen Mutes, die nette Lady mit den langen Fingernägeln (die sich später noch als gäbig herausstellen werden) erfasst deine Personalien, du unterschreibst, alles picobello, du legst den kleinen Mändeler auf das graue Frottéetüechli und denkst, die 3 roten Lämpli da oben, die müssten doch zu schaffen sein.
Nach 7 misslungenen Versuchen (da Mändeler entweder die Ärmli ins Bild streckt oder man deine Hände sieht), kommt die Langfingernägellady und sagt:
"Är mues grad luege. Grad ufe. Gäbet ihm doch mau dr Nüggu."
Du wiederholst die ganze Geschichte, musst aber jetzt zusätzlich noch schauen, dass der Nuggi zum Zeitpunkt des Abdrückens nicht mehr im Mändelermündchen steckt. Und gleichzeitig die Händchen vom Mändeler festhalten. Und unbedingt deine eigenen Hände weg. Hände weg!
Nach weiteren gefühlten 10 misslungenen Versuchen kommt die Langfingernägellady wieder und sagt:
"Är mues grad luege. Grad ufe. Mir tüe mau obe chlöpferle. Mini Kollegin macht ds Föteli."
Spätestens da wird dir klar - du bist wohl ein schwieriger Fall. Die Langfingernägellady setzt ihre langen Fingernägel gekonnt ein und trommelt an die Decke neben den roten Lämpli, was das Zeug hält. Bringt nur leider nicht viel. Entweder ist die Reaktionszeit der neuen Lady, die das Foto schiesst, zu lange, oder was weiss ich. Die Langfingernägellady sagt leicht genervt:
"Är mues grad luege. Grad ufe. Wiso macht er das nid? Hett er Hunger?"
Ja! Hat er! Schliesslich sind wir seit 25 Minuten dran! Ich hab zwar noch keinen Hunger, aber Schweissausbrüche.
Immer wieder schreien entweder die Langfingernägellady oder ich abwechslungsweise: "Jetzt!" - aber den goldenen Moment erwischen wir nicht.
Irgendwann heult Mändeler nur noch. Ich sage:
"I gibe ihm öppis ztrinke u när probiere mer nomau."
Die Langfingernägellady meint: "Nei, när hei mer ke Zyt me. Ds mues iz ga."
Ich schliesse die Augen - und dann - Zufall? Glück? - muss Mändeler Luft holen, um erneut schreien zu können. Genau dann schaut er gerade mit offenen Augen nach oben. Und Lady 2 drückt genau dann auf den Auslöser!
Uff! Foti im Kasten!
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