Sonntag, 23. April 2017

Histoires du MIDI II

Ich habe hier ja schon ganz kurz von unseren MIDI-Osterferien erzählt. Und vom gäbigen Parkieren und so.
A propos "gäbig": Schon mal Métro in Marseille gefahren? (Tolle Stadt, übrigens!).
Ich muss ja an der Stelle zugeben: Bei meinen bisherigen Städtereisen habe ich möglicherweise ähnliche Situationen angetroffen wie nun in Marseille. Es ist mir wohl einfach weniger aufgefallen. Ich bin mir aber bewusst, dass andere Personengruppen unserer Gesellschaft viel mehr unter solchen Barrieren leiden als wir. Und deshalb veröffentliche ich diesen Text:

Wir kommen am Bahnhof Saint-Charles an und möchten gern auf die Métro, um unsere airbnb-Unterkunft zu erreichen.
Bei nur 2 Linien ist die richtige Métro flugs gefunden. Pas de problème.

Nur - wir haben einen Buggy dabei. Mit Mändeler drin. Und 2 Koffer. Und ein Tragegestell (zum Wandern) und einen Rucksack. Geht eigentlich für 2 Wochen. Ist nur mühsam, wenn die Métro a) keinen Lift hat und b) nicht durchwegs mit Rolltreppen versehen ist.
Da stehen wir dann zu dritt unten an der Treppe wie die Esel am Berg. Mit zwei älteren Monsieurs, die sich auch mehr schlecht als recht nach oben quälen.
Mit mehrmaligem Laufen kommen wir schon hoch. Ungefähr zeitgleich wie die beiden Herren.

Sie so: "Oh, ça va? On peut vous aider?"
(Ich meine - sie schaffens selbst fast nicht).

Ich: "Non merci, c'est très gentil. Mais vous faites quoi ici, quand vous devenez vieux?"

Sie: "Oh, oh, c'est dur!"

Ich: "En effet!"

Wir verabschieden uns - erst, nachdem wir sie überzeugen können, dass wir die nächste Treppe ohne ihre Hilfe meistern.

Oben an der Treppe dann die nächste Überraschung: Eine Ticketschranke. In etwa so:




Ehm - schon mal probiert, so ein Ding zu passieren, wenn man den Buggy zusammenklappen muss, weil die Schranke zu schmal ist?
Pro Person ein Versuch - mit sämtlichem Gepäck und Mändeler, versteht sich.

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