Dienstag, 21. März 2017

Migros I

Manchmal erlebt man ja wirklich ganz aufbauende Momente mit so einem Kleinkind. Zum Beispiel in der Migros. Das sitzt dann so plaudernd im Einkaufswagen, zeigt auf die Bananen, sagt "Nana", zeigt auf eine ältere Frau, brabbelt etwas Unverständliches, und die Frau nickt freundlich lächelnd zurück.
Ich dann so (leicht entschuldigend Richtung ältere Dame): "Mändeler, du bisch chly e Plouderi."
Sie so: "Ja guet, vo irgendwo mues ärs ja ha."

Bitte was?

Freitag, 10. Februar 2017

#moments 5

Der Moment, wenn du mit Mändeler auf dem Heimweg im Bus irgendeines dieser Gratis-Leibblätter durchblätterst und er auf ein hübsches Model zeigt und laut sagt: "Mama!". Schmelz.

Sonntag, 29. Januar 2017

#moments 4

Der Moment, wenn du auf einer viereinhalbstündigen Zugfahrt aus dem Engadin nach Hause zum 27. Mal "Mir sy vo de Füürwehr" vorsingen musst... Arme Mitreisenden!

Montag, 23. Januar 2017

#moments 3

Der Moment, wenn du Mändeler auf dem Schlitten mit Aufsatz ziehst, Mändeler bald einschläft und der Schlitten am nächsten steilen Högerli plötzlich kippt... Armer Mändeler!

Sonntag, 15. Januar 2017

#moments 2

Der Moment, wenn du unter der Dusche stehst und Mändeler nicht wie sonst nur ein bisschen schauen kommt, was du da tust und wie das Wasser aus der Brause kommt, sondern auch gleich noch ein paar Heftli und Magazine in die Dusche wirft... Nicht lustig.

Samstag, 14. Januar 2017

#moments 1

Der Moment, wenn du mal wieder zu den Nachbarkindern schaust, und mit Mändeler und den Nachbarskindern einen Schneespaziergang zur Ludothek machst, dort erläuterst, wir würden dann im Fall nur 10 Minuten bleiben, einfach, weil du keine Lust hast, 3 Kindern Handschuhe, Mütze und Skianzug auszuziehen (für die 10' können sie ja im Skianzug bleiben), und Mändeler GENAU IN DIESEN 10 MINUTEN seinen 3-Tages-Schiss (pardon!) abdrückt... Yay!

Dienstag, 13. Dezember 2016

Wechsel

Manchmal ists irgendwie gut, wenn es einen Wechsel in der Betreuung des Kindes gibt. Oder des Mändelers, spezifischer ausgedrückt.
Neulich, an einem hundskommunen Donnerstag Abend, ich hatte noch eine Sitzung vor mir und wartete auf den Mann, dessen Zug natürlich genau dann Verspätung haben musste, zwecks Wechsel, eben, neulich also, klingelte es an der Tür:

DRING.

Es war der LeShop-Mann. Mit x Tüten, x Packungen Orangensaft und x Flaschen Wein, die es weg- und aufzuräumen galt.

Um die Glasflaschen (potentielle Gefahr für Mändeler - beziehungsweise - potentiell exponentiell anziehend für ihn) wegzuräumen, liess ich ihn eine Weile aus den Augen. Normalerweise easy. Ausser natürlich an diesem Abend. Als ich realisierte, dass er eine ganze Packung Schoggimüesli aus der Schublade genommen, sich einen recht grossen Teil davon in den Mund gesteckt und den Rest auf dem Fussboden verteilt hatte, naja, wie soll ich sagen, da war meine Freude beschränkt.

Ich holte also Besen und Staubsauger hervor und machte mich ans Putzen. Ommm.

In der Zwischenzeit verdrückte sich Mändeler (schuldbewusst, wie ich - fälschlicherweise! - annahm).

Er hatte es nämlich auf mein Nachttischli abgesehen. Dort hatte ich dummerweise eine Dose Niveacrème (soll keine Schleichwerbung sein) stehen. Mändeler schaffte es zum ersten Mal, die Dose zu öffnen und sich den Inhalt der fettigen weissen Crème an den Pulli, in die Haare und an die Hände zu kleistern (schmieren wäre untertrieben).
Als ich realisierte, was abging (und das dauerte einen Moment, denn schliesslich brummte ja der Staubsauger) war er daran, die Crème auch zu schmatzen.

Ich war mittlerweile recht gestresst. Der Mann noch immer nicht da. Ich versuchte, aus den Inhaltsstoffen der Dose schlau zu werden (wurde ich nicht), merkte aber, dass ich wohl doch besser beim Tox-Zentrum nachfragte, ob Niveacrème giftig sei (kann euch beruhigen, ist sie nicht). Ommm.

Es klingelte wieder:

DRING.

Die Nachbarn brauchten Backpulver. Während ich weiterverbunden wurde und gleichzeitig sowohl das Backpulver suchte als auch versuchte, Mändeler von seiner weissen Paste zu befreien (bzw. ihm einfach einmal die Hände zu waschen) kam zum Glück der Mann nach Hause. Im Tox-Zentrum gelangte ich derweil endlich dahin, wo ich hingehörte.

Der Mann gab dem Mändeler was zu trinken (Niveacrème trocknet aus). Zwei Hundertstel Sekunden später stolperte Mändeler mit dem Fläschchen in der Hand über die Türschwelle und schlug sich die Lippe auf. Ich noch immer am Telefon mit der Toxfrau. Hätte mich aber längst auf den Weg an die Sitzung machen sollen. Während der Mann dem Mändeler das Blut abtupfte und die Zähne untersuchte, zog ich mich mit einer Hand an (mit der anderen kam ich langsam ans Ende des Telefonats).

Ich war froh, konnte ich mich einfach aufs Elo setzen und den Kopf etwas durchlüften.

Der Mann meinte später, er und Mändeler hätten nachher einen entspannten Abend gehabt.

Schön für sie.